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Makro Sprache Programmierumgebung | 01 Mai 2017 | |

Makro Sprache Programmierumgebung

Gültig für S300, S700

Offline Bearbeitung

Alle Makroprogramme sollten in ASCII - Dateien mit der Erweiterung *.pl3 gespeichert werden. Üblicherweise wird dazu  und für die Konvertierung in das S-Record-Format die Programmierumgebung MacroStar Programm verwendet.  Der Download der konvertierten Datei zum S300/700 erfolgt über das Upgrade Utility durch Auswählen von "Filetype to download: PLC-Program".

Online Bearbeitung

Die Firmware bietet einige einfache ASCII  - Befehle an, um das Anwendungsprogramm zu bearbeiten. Die Änderungsbefehle  für den Flash - Speicher können nur ausgeführt werden, wenn der Antrieb deaktiviert ist. Der „Simple Line Editor" weist dem Code automatisch Zeilenzahlen zu.  Die erste Zeile des Makroprogramms wird Zeile Nummer 1 genannt. Jede folgende Zeile bekommt die nächste ganze Zahl zugewiesen.

Die maximale Größe des PLC - Programms beträgt  64000 Bytes. Die Online Bearbeitung ist nur bei PLC - Programmen möglich, die kleiner als 8000 Bytes sind. Programme, die größer als 8000 Bytes sind, müssen mit Hilfe der Offline Methode bearbeitet werden.

PLIST

Der ASCII - Befehl PLIST (n (m)) zeigt das Makroprogramm an. Vier Arten sind möglich:

  • PLIST                  listet das gesamte Makro Programm auf dem Terminal auf
  • PLIST 10             listet Zeile 10 des Programms auf·      
  • PLIST 10 20        zeigt die Zeilen 10 bis 20  des Programms auf dem Display an
  • PLIST *               fügt am Anfang jeder Zeile der Auflistung die Vorsilbe “PLINE nn” ein. Das ist nützlich, wenn die Auflistung in eine Datei umgeleitet wird. Die Datei kann sofort in einen anderen Verstärker geladen werden. Wird diese Option nicht verwendet, werden am Anfang jeder Zeile nur jeweils die sequentiellen Nummern hinzugefügt.

PLINE

Der Befehl 
PLINE nn   ASCII string 
ersetzt die Zeile nn des Programms durch den vorgeschriebenen “ASCII string”. Existiert die vorgeschriebene Zeilennummer nicht, wird die Zeile als letzte Zeile des Programms gespeichert.

PINS

Der Befehl 
PINS nn    ASCII string

fügt den vorgeschriebenen “ASCII string” in Zeile nn ein. Die bestehende Zeile  nn und alle folgenden Zeilen werden eine Zeile nach oben gerückt. Bitte beachten Sie, dass allen folgenden Zeilen automatisch neue Zeilenzahlen zugewiesen werden. Existiert die vorgeschriebene Zeilennummer nicht, wird die Zeile als letzte Zeile des Programms gespeichert.

PDEL

Der Befehl PDEL n (m) löscht eine oder mehrere Zeilen des Programms:

PDEL 10          löscht Zeile 10 
PDEL 10 20    löscht die 11 Zeile 10 bis 20

Bitte beachten Sie, dass allen folgenden Zahlen automatisch neue Zeilenzahlen zugewiesen werden.

PLCRUN / PLCSTOP

Nach der Boot - Sequenz wird das Anwendungsprogramm PLCMAIN automatisch gestartet. Dieser Autostart - Vorgang kann durch Einfügen des Schlüsselwortes gehemmt werden. 

DEBUGON

in die PLCINIT  - Prozedur. Der Befehl PLCRUN kann später die Ausführung des Makroprogramms einleiten. Die Ausführung des Anwendungsprogramms kann mittels des Befehls PLCSTOP gestoppt werden.

Makroprogramm komplett löschen

Die Kommandofolge

UPDATE PLC

löscht das Makroprogramm komplett. Anschließend muß die 24V-Versorgung aus- und wieder eingeschaltet werden. Falls ein fehlerhaftes Makroprogramm den korrekten Start der Firmware verhindert, so daß kein Zugriff mehr möglich ist, müssen beim Einschalten der 24V-Versorgung die beiden Pfeiltasten an der Gerätefrontplatte festgehalten werden. Gleichzeitig muß eine RS232-Verbindung mit Hilfe eines Terminalprogramms (nicht Terminalfenster in DriveGUI!) vorhanden sein.

Der Servoregler startet jetzt im Bootloader-Modus, zeigt im Display "-" und imTerminal das Prompt "SRMON". Mit dem Kommando

xp

kann jetzt das Makroprogramm gelöscht werden. Die Antwort sollte so aussehen (Adresswerte können anders sein):

SRMON> xp 
Erase PLC area 
start=90030000  size=00020000 
SRMON>

Anschließend kann die 24V-Versorgung aus- und wieder eingeschaltet werden, und die Firmware wird wieder korrekt starten.

Passwortschutz

 Mit dem Kommando PASSXPLC y kann ein vorhandenen PLC-Programm geschützt werden, wobei y das Passwort ist. Wertebereich y: -2147483648...2147483647 Befehl und Passwort müssen zusammen eingegeben und gespeichert werden. Anschließend sind Kommandos zum Editieren bzw. Anzeigen des Programms gesperrt (PLIST, PINS, PLINE, PDEL).

Um das Programm ändern zu können, muss der Passwortschutz mit PASSPLC y wieder aufgehoben werden. Solange PASSXPLC nicht auf 0 gesetzt wird, ist das Programm nach dem nächsten Aus-/ Einschalten bzw. Kaltstart wieder gesperrt. Löschen des kompletten Programms kann nicht verhindert werden.

Beispiel: 

PASSXPLC 12345
SAVE
COLDSTART

Das PLC Programm ist jetzt geschützt, und beim Versuch, es anzuzeigen gibt es folgende Meldung: 

-->PLIST 1 10
ERR (PLIST) NO WRITE ACCESS (PLEASE ENTER PASSWORD)

Um das Program ansehen/ ändern zu können ist folgende Eingabe erforderlich:

PASSPLC 12345
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