Back to top

Normenstruktur

Erklärung der Normenstruktur am Beispiel der Sicherheitsnorm EN ISO 12100:2010

Der folgende Text ist die Einleitung zu der oben genannten Norm:

EN ISO 12100:2010

...

Einleitung

Der Hauptzweck dieser Internationalen Norm besteht darin, Konstrukteuren einen Gesamtüberblick und eine Anleitung für während der Entwicklung von Maschinen zu treffende Entscheidungen zu geben, um diesen die Konstruktion von Maschinen zu ermöglichen, die für ihre bestimmungsgemäße Verwendung sicher sind. Sie stellt darüber hinaus eine Strategie für die Normensetzer zur Verfügung und dient als Hilfestellung bei der Erarbeitung geeigneter und miteinander abgestimmter Typ B und Typ C Normen.

Der Begriff der Sicherheit von Maschinen betrachtet die Fähigkeit einer Maschine, ihre vorgesehene(n) Funktion(en) während ihrer Lebensdauer auszuführen, wobei das Risiko hinreichend vermindert wurde.

Diese Internationale Norm bildet die Grundlage für eine Normenreihe, die folgende Struktur besitzt:

Typ A Normen (Sicherheitsgrundnorm)

behandeln Grundbegriffe, Gestaltungsleitsätze und allgemeine Aspekte, die auf Maschinen angewandt werden können;

Typ B Normen (Sicherheitsfachgrundnormen)

behandeln einen Sicherheitsaspekt oder eine Art von Schutzeinrichtungen, die für eine ganze Reihe von Maschinen verwendet werden können:

  • Typ B1 Normen für bestimmte Sicherheitsaspekte (z. B. Sicherheitsabstände, Oberflächentemperatur, Lärm);
  • Typ B2 Normen für Schutzeinrichtungen (z. B. Zweihandschaltungen, Verriegelungseinrichtungen, druckempfindliche Schutzeinrichtungen, trennende Schutzeinrichtungen);

Typ C Normen (Maschinensicherheitsnormen)

behandeln detaillierte Sicherheitsanforderungen an eine bestimmte Maschine oder Gruppe von Maschinen.

Diese Internationale Norm ist eine Typ A Norm.

Wenn eine Typ C Norm von einer oder mehrerer Festlegungen abweicht, die in dieser Internationalen Norm oder in einer Typ B Norm behandelt werden, dann hat die Typ C Norm Vorrang.

Es ist erwünscht, dass diese Internationale Norm in Ausbildung und Handbücher einbezogen wird, um den Konstrukteuren die grundlegende Terminologie und allgemeine Konstruktionsverfahren zu vermitteln.

......

(Quelle: DIN EN ISO 12100:2010 (D))