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Filter Allgemeines

Allgemeines

Ein Netzfilter ist eine elektrische Schaltung, die sowohl elektrische Störungen von elektronischen Geräten in das öffentliche Stromversorgungsnetz begrenzt (Funkentstörung) als auch die elektromagnetische Verträglichkeit EMV elektrischer Geräte gegen Störungen aus dem Stromnetz verbessert (Erhöhung der Störfestigkeit).

Aufbau

Netzfilter für die Netzspannung bestehen aus Widerständen, Drosseln und Kondensatoren.

Stromkompensierte Drosseln (unterdrücken asymmetrische oder Gleichtaktströme) und unkompensierte Drosseln (unterdrücken symmetrische oder Gegentaktströme) werden zusammen verwendet.

Als Kondensatoren werden in Netzfiltern spezielle Entstörkondensatoren eingesetzt. X- Kondensatoren dienen dazu, Gegentaktstörspannungen zu dämpfen, Y- Kondensatoren unterdrücken Gleichtaktstörspannungen.Sowohl X- als auch Y- Kondensatoren sind selbstheilend, d.h. sie verursachen bei inneren elektrischen Durchschlägen keinen Kurzschluss.

Wechselwirkungen mit FI-Schalter

Die beiden Y- Kondensatoren an den Zuleitungen von einphasig gespeisten Geräten mit Schutzleiter verursachen einen erhöhten Ableitstrom: an einem von beiden liegt die volle Netzspannung gegen Erde bzw. Schutzleiter, es darf ein Blindstrom von 0,5 mA (medizinische Geräte) bzw. 3,5 mA (übrige Geräte) oder 5 mA (Industriebaugruppen) gegen Erde fließen.

Werden mehrere Geräte mit Netzfilter an einem Fehlerstromschutzschalter betrieben, summieren sich die Ableitströme möglicherweise zu einem Wert oberhalb dessen Abschaltschwelle (typ. 30 mA) und er löst aus. Besonders hoch ist dieser Differenzstrom beim Einschalten im Spannungsmaximum der Netzwechselspannung, daher werden FI - Schutzschalter mit verzögertem Ansprechverhalten angeboten.