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Lernen Sie unseren neuen Geschäftsführer kennen: Ein echter FTS-Fan

20 Jan 2016
Samuel Alexandersson

Meet our new General Manager: A true AGV believer

Markus Johansson wurde am 12. Oktober 2015 zum Geschäftsführer der Kollmorgen Automation AB ernannt. Er hat einen Executive MBA in General Industrial Management sowie einen Master of Science in Electrical Engineering. Markus kam 2009 zu Kollmorgen und hatte immer Aufgaben, die eng mit der Automatisierung und Steuerung verbundenen waren, zum Beispiel in der Automobilindustrie. In diesem Interview stellt er seine Sicht auf den heutigen Markt für fahrerlose Transportsysteme (FTS) dar und zeigt Trends auf.

Der FTS-Markt ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Wird sich das fortsetzen?

Alle Experten sind sich einig, dass Automatisierung die Zukunft ist, aber es gibt viele Meinungen darüber, wie dies ablaufen soll. Was wir zurzeit sehen ist eine Marktkonsolidierung mit funktionsübergreifenden Akquisitionen zwischen Unternehmen für Materialhandling und Roboterautomatisierung. Ich bin sicher, dass das FTS-Konzept in diesem Umfeld seine Rolle finden und weiterwachsen wird, denn es ist die flexibelste automatisierte Lösung und Flexibilität ist in den letzten Jahren zu einem extrem wichtigen Faktor geworden. Darüber hinaus kann man mit FTS klein anfangen, groß denken und schnell skalieren. Optimieren Sie Ihre Situation heute; die Optimierung Ihrer Situation morgen ist dann überhaupt kein Problem.

Welcher Markt hat das größte Wachstumspotenzial?

Im Moment würde ich sagen, der asiatische Markt mit China an vorderster Front. Die Rekrutierung von Mitarbeitern wird immer schwieriger, die Löhne steigen, und Qualitätsprobleme bei manueller Arbeit sind eine große Herausforderung für Unternehmen, die auf internationale Märkte expandieren. All dies spricht für FTS. Und damit meine ich, dass FTS das Potenzial haben, in allen Märkten zu wachsen. Der Zeitpunkt für eine Automatisierung, die niedrige Investitionskosten mit hoher Flexibilität verbindet, ist günstig; aktuelle Statistiken zeigen, dass der gesamte FTS-Markt wächst.

Was suchen die FTS-Käufer von heute?

Das hängt von der Region ab, aber im Allgemeinen ist das erste Kundenanliegen die Investitionsrentabilität. Wenn Sie innerhalb von zwei Jahren die vollständige Amortisierung nachweisen können, ist dies meist ein echter Katalysator für den Kaufprozess. Außerdem gibt es eine neue Kategorie von Käufern, die in den FTS-Markt eintreten – Unternehmen, die die Produktion erfolgreich automatisiert haben und nun ihre Logistik automatisieren wollen. Sie stellen ein großes Wachstumspotenzial dar und ihre Automatisierungsanforderungen in der Logistik werden denen in der Produktion wahrscheinlich sehr ähnlich sein.

Wie wird sich die globale Digitalisierung auf den FTS-Markt auswirken?

Es gibt viele staatliche Initiativen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Produktivitätssteigerungen, z. B. Industrie 4.0 und Made in China 2025. Ich denke, das wird die Nachfrage nach FTS weiter ankurbeln; wir bei Kollmorgen folgen bei der Entwicklung unserer Automatisierungsbaukästen dem Trend zu standardisierten Schnittstellen.

Was bieten Sie auf dem Markt für die neuen Arten von fahrerlosen Fahrzeugen an?

Wir beobachten ständig den Markt, um sicherzustellen, dass wir ein starkes Angebot für alle Unternehmen der FTS-Branche haben. Der Markt ist dynamisch, und was wir gestern FTS genannt haben, könnte heute als mobiler Roboter definiert sein. Dies ist eine natürliche Entwicklung jeder Branche. Unternehmen müssen sich positionieren, und die Schaffung neuer Unterkategorien ist eine Möglichkeit, dies zu tun. Unsere Expertise liegt im Bereich der Automatisierungsbaukästen, und Sie können unsere Software, Hardware und Navigationstechnologien für fast alle Anwendungen plattformunabhängig einsetzen.

Werden wir in Ihrer Branche die Technologie der autonomen Fahrzeuge der Automobilhersteller sehen?

Wir waren im Silicon Valley, um die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen in der Automobilindustrie zu untersuchen. Die meisten Hersteller verfügen bereits heute über halbautomatische Systeme wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung und die Spurerkennung. Der nächste Schritt sind autonome Autos, mit einem Fahrer, der bei Bedarf die Kontrolle übernehmen kann. Der Gipfel dieser Entwicklung ist das ausschließlich mit Passgieren besetzte Google Self-Driving Car, aber dieses Projekt wird wahrscheinlich noch lange dauern, nicht zuletzt aufgrund der rechtlichen Aspekte, falls es zu einem Unfall kommt. Aus unserer Perspektive denke ich, dass aus der Automobilindustrie kostengünstige Sensoren und ähnliche Komponenten kommen werden, die wir in unseren Automatisierungskits verwenden können.

Worauf werden Sie in Zukunft am meisten stolz sein, wenn Sie auf Ihren Job zurückblicken?

Ich hoffe, ich werde mich an meine Zeit als Geschäftsführer bei Kollmorgen Automation erinnern, als wir gemeinsam ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut haben. Wie mein Chef oft sagt: „Man baut kein Geschäft auf. Man baut Menschen auf, und dann bauen die Menschen das Geschäft auf.“ Es geht darum, hochmotivierte Menschen zu inspirieren und zu begeistern.

Über den Autor

Samuel Alexandersson

Samuel Alexandersson

Die ständige Herausforderung, sich den immer wechselnden Marktbedürfnissen anzupassen, ist genau das, was mir an meiner Arbeit am besten gefällt. Das Geschäft boomt und meine Aufgabe, neue Herausforderungen zu finden und diese dann anzugehen, ist sehr erfüllend. Dabei besteht meine Hauptaufgabe als Product Marketing Manager darin, alle Einzelheiten zu analysieren und miteinander zu verbinden und somit auf dem Zukunftsmarkt erfolgreich ein überzeugendes Produktportfolio zu positionieren. In diesem globalen Umfeld treffe ich viele großartige Menschen, die mich immer wieder neu motivieren. Nicht nur Kollegen, sondern auch Teilhaber aus aller Welt. Studium: Wirtschaftsingenieurwesen, Fakultät der Ingenieurwissenschaften an der Universität Lund. Samuel können Sie über folgende E-Mail-Adresse kontaktieren: [email protected]

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