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Warum so viel Edelstahl?

26 Mai 2014
Gene Matthews

Hygiene- und häufig zu reinigende Anwendungen können anspruchsvolle Umgebungen sein. Zunächst gelten da in der Regel die Hygienevorschriften für Maschinen zur Lebensmittelverarbeitung. Dass man sich die Hände waschen muss, wenn man rohes Fleisch berührt hat, kennen Sie vom Kochen zuhause. Dass man zubereitetes Fleisch von den Oberflächen fern hält, die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, und dass man die verwendeten Geräte reinigt, ist in der Küche selbstverständlich.

Aus denselben Gründen gelten für Maschinen zur Verarbeitung von Lebensmitteln strenge Hygienevorschriften. Hierzu gehören Strahlwasser mit hohem Druck (bis zu 100 bar) und hohen Temperaturen (80 °C) oder auch die Verwendung ätzender Chemikalien.

AKMH IP69KDie Muskelkraft des Antriebes - die Motoren - von Hochleistungsanwendungen müssen in der Lage sein, diesen Strapazen standzuhalten. Edelstahl ist für derartige Umgebungen ein hervorragendes Material, hat jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile. Typische Industriemotoren haben Gehäuse aus Aluminium, die so schnell wie möglich die Wärme von den Motorwicklungen ableiten. Aluminium würde eine solche Behandlung jedoch nicht mitmachen. Nehmen wir also Edelstahl. Edelstahl ist allerdings kein so guter Wärmeleiter wie Aluminium, was bei der Konstruktion sorgfältig berücksichtigt werden muss.

Edelstahl hält so gut wie alles aus: Hochdruckreinigung, heißes Wasser oder Dampf und sogar viele der ätzenden chemischen Reinigungsmittel. Neben der Verwendung von Edelstahl spielt bei der Konstruktion von Motoren auch die Vermeidung von Ecken und Ritzen eine Rolle, in denen sich hinterhältige Bakterien verstecken könnten. Den Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit gemäß werden außerdem lebensmitteltaugliche Schmierstoffe und Dichtungsmaterialien für die Wellen verwendet. All dies ist erforderlich, damit die Motoren den Standard IP69K erfüllen

Was bedeutet dies für Ihre Verpackungsmaschinen in einer hygienischen Umgebung? Größere Zuverlässigkeit, eine deutliche Senkung der Reinigungszeiten, den Wegfall von Schutzgehäusen oder Abdeckungen und keine schlaflosen Nächte aus Angst vor Produktrückrufen mehr!

Mit welchen Washdown-Situationen haben Sie es zu tun (und wir reden hier nicht von Autowaschanlagen)?

Über den Autor

Gene Matthews

Gene Matthews - Author
Gene Matthews ist Produktmanager und wohnt in Radford (US-Bundesstaat Virginia). 1996 machte er an der University of Illinois seinen Bachelor of Science im Fach Elektrotechnik. Seit 1999 ist er bei Kollmorgen. Gene hat bei Kollmorgen in mehreren Bereichen wie technischer Support und Anwendungsentwicklung gearbeitet. Hier hat er ein umfangreiches Hintergrundwissen zu allem erworben, was mit Antriebstechnik zu tun hat. Wenn er sich nicht auf Antriebstechnik konzentriert, ist Gene ein begeisterter Läufer, der schon viele Marathons und Halbmarathons im ganzen Land absolviert hat. Wenn Sie Gene erreichen wollen, kontaktieren Sie ihn unter: Gene Matthews

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