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Zusammenarbeit zwischen Industrie und Hochschule – ein Update

22 Jan 2016
Bob White

Dieser Blog-Artikel wurde ursprünglich am 18. Juni 2012 veröffentlicht – ich möchte ihn mit neuen Aktivitäten zu unserer seitdem erfolgten Zusammenarbeit mit den Hochschulen aktualisieren.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich eine Reihe langfristiger Kooperationen zwischen Industrie und Hochschulen entwickelt. Betrachten Sie nur einmal die Menge der Unternehmen, die sich in der Nähe von Universitäten ansiedeln, zum Beispiel den Route 128 Corridor neben dem MIT, oder den Einfluss des Silicon Valley durch Stanford, UCB und UCSF. Jede größere Universität beherbergt einen „Technologiepark“ voller Start-ups, die ihre neue Ideen und Erfindungen ausbrüten. Es sind jedoch nicht nur die Neugründer, denen die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern wichtig ist. Auch etablierte Firmen finden es vorteilhaft, bei verschiedenen Projekten mit Universitäten zusammenzuarbeiten, vor allem dort, wo aufstrebende Branchen vor dem Durchbruch stehen.

Während meiner 30-jährigen Tätigkeit bei Kollmorgen habe ich eine Vielzahl von Programmen gesehen, darunter eine Reihe „grüner“ Initiativen. Schon in den 1980er Jahren arbeitete ich am Solar-Autorennen des Crowder College quer durch Australien mit. Das war eine interessante Herausforderung – wir halfen der Hochschule, indem wir einen vorhandenen Gleichstrom-Bürstenmotor so effizient wie möglich für eine Stromquelle von 48 Volt gestalteten. Hierzu gehörte die Optimierung der Wicklungen für die verwendete Spannung, aber auch die Verringerung der Reibung in den Lagern an den für die Kommutierung des Motors verwendeten Bürsten. Das Fahrzeug schlug sich gut und machte den dritten Platz im Rennen. Es hätte sogar noch besser abschneiden können, wenn es nicht durch eine Störung Zeit verloren hätte.


Elektromotorrad VT Bolt Seit einer Weile arbeitet Kollmorgen mit einer Gruppe von Studenten aus den höheren Semestern der Virginia Polytechnic Institute and State University bei der Entwicklung eines vollständig elektrischen Motorrads zusammen. Unter Verwendung der Motor- und Antriebstechnologie, die für Offroad-Fahrzeuge und mobile Stromgeneratoren entwickelt wurde, gelang der Virginia Tech die Konstruktion des VT BOLT (Battery Operated Land Transportation), eines konkurrenzfähigen Motorrads, das erfolgreich an einer Reihe von Wettkämpfen teilgenommen hat und beim TTXGP eGrand Prix in Portland (US-Bundesstaat Oregon) vom 23. bis 24. Juni 2012, übertragen vom Fernsehsender ESPN2, den ersten Preis in seiner Klasse belegte. Die Studenten waren von ihrer Arbeit und ihrem Erfolg begeistert. Wir freuen uns mit ihnen und sind gespannt auf das nächste Abenteuer des Teams in Portland. Viel Glück für die VT BOLT-Crew!

Welche anderen Abenteuer hat es seitdem gegeben?

EcoCar2 Maria der Virginia Polytechnic Institute and State University Wir setzen unsere Arbeit mit mehreren Teams an der Virginia Tech fort und unterstützen das VT BOLT-Team bei der Weiterentwicklung seines Projekts zu einem Elektromotorrad mit höherer Leistung, dessen Debüt auf der Rennstrecke für das Jahr 2015 geplant ist. Wir haben auch dem HEVT-Team bei der Arbeit für die General Motors Electric Car Challenge geholfen. In diesem Rahmen haben wir zu dem liebevoll „Mary“ genannte Fahrzeug einen elektrischen Motorgenerator mit hohem Wirkungsgrad und hoher Leistungsdichte beigetragen. „Mary“ hat sich bei einer Reihe von General Motors-Veranstaltungen als Highlight des Wettkampfs entpuppt und wird im Juni bei den Finalkämpfen auf dem GM-Testgelände in Michigan antreten.

Sie haben schon die anderen Artikel auf unserem Blog in Motion über CHIMP gelesen, eine weitere Unterstützungsaktion für das Tartan Rescue Team der Carnegie Mellon University, die am Wettbewerb DARPA Robotics Challenge um einen autonomen Roboter zur Arbeit in gefährlichen Umgebungen teilnimmt.


Wellentank der UNCAn der University of North Carolina in Chapel Hill beteiligen wir uns an einem anderen Projekt – einem Wellentank. Studenten der UNC verwenden elektrische Zylinder von Kollmorgen, die als Antrieb für ein Array von Hydraulikpumpen entwickelt werden, um in einem 36,5 m langen Wellentank maßgeschneiderte Wellen zu erzeugen. Der Tank befindet sich im Joint Fluids Lab der UNC in Chapel Hill (US-Bundesstaat North Carolina). Ein Team von kooperierenden Forschern aus den Fächern angewandte Mathematik, Informatik und Meereswissenschaften werden diese Wellen verwenden, um Experimente zur grundlegenden Fluiddynamik durchzuführen und ökonomisch und ökologisch relevante Ergebnisse zu erzielen. Das projektierte Array wird aus 16 Bänken mit je drei Zylindern mit jeweils einem Kollmorgen-Hauptantrieb bestehen. Jeder Hauptantrieb ist ein AKD-Basic mit einem 300-mm-Aktuator EC2. Die Zylinderbänke sind in verschiedenen Tiefen angebracht, um die Wellentätigkeit über ein vertikales Tiefenprofil zu steuern. Die Zylinder funktionieren ähnlich wie Injektionsspritzen, die eine angegebene Menge Wasser in eine Röhre einsaugen und mit elektronisch gesteuerter Geschwindigkeit wieder heraus drücken. Die Zylinder arbeiten unabhängig voneinander, sind jedoch aufeinander abgestimmt, sodass die gewünschte Welle entsteht. Forscher der UNC haben erfolgreich eine Software entwickelt und getestet, um einen Teil der gewünschten Experimente zu koordinieren und durchzuführen.

All diese Kooperationen mit den verschiedenen Universitäten ermöglichen uns, unsere Erfahrungen und unser Know-how an die Studenten weiterzugeben, die versuchen, mit neuen Ideen und neuen Gedanken an Lösungen der weltweiten Herausforderungen mitzuarbeiten und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Über den Autor

Bob White

Bob White - Author
Bob arbeitet seit über 30 Jahren in einer Vielzahl von Positionen, einschließlich Applications Engineering, Product Marketing, Industry Marketing, Territory Management, Systems Engineering, Training und jetzt Digital Marketing bei Kollmorgen. Über ihn wurde nicht nur in etlichen Magazinen berichtet, er ist auch Mitgründer einer berühmten College Football Tradition: der Sousaphon Line Dance zu dem Song "Hokie Pokie". Er wurde in den vergangenen 30 Jahren bei jedem Virginia Tech Football-Spiel durchgeführt! 

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