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Die Entwicklung von Kollmorgen - Teil 1

01 Apr 2014
Bob White

In den nächsten Monaten veröffentlichen wir eine Blog-Serie über die Entwicklung von Kollmorgen von den bescheidenen Anfängen des Unternehmens bis zum heutigen Tag. Folgen Sie uns auf dieser Reise und erfahren Sie mehr über die Visionäre, die das Fundament unseres Unternehmens gelegt haben.

Drehen wir die Zeit zurück bis zu den ersten Jahren nach 1900, der Blütezeit der industriellen Revolution. Ein junger, begabter Optiker verließ sein Heimatland Deutschland, um unter Anleitung von Carl Reichert, einem Wegbereiter der Optik, in Wien zu arbeiten. Frederick Kollmorgen entschloss sich, seine Fähigkeiten nach Amerika, zu bringen. Nach einem kurzen Zwischenspiel in London bei Ross, Ltd. ließ sich Kollmorgen in New York nieder und stellte seine Fähigkeiten auf dem Gebiet der Optik dem Unternehmen Keuffel & Esser zur Verfügung, das Instrumente für Zeichen- und Vermessungsarbeiten herstellte.

Als Keuffel & Esser sich entschieden, an einer Ausschreibung der US Navy nicht teilzunehmen, erkannte Kollmorgen eine hervorragende Gelegenheit, mit der Herstellung von Periskopen in einen Wachstumsmarkt einzusteigen. Mit aus Frankreich importiertem Optikglas und durch Einsatz seiner Fachkenntnisse gelang es ihm, die besten Periskop-Optiken der Vereinigten Staaten zu entwickeln. Gemeinsam mit mehreren Auftraggebern der Eastern Optical Company gründete Kollmorgen sein eigenes Unternehmen, um Periskope für die U-Boote der K-Klasse herzustellen.

1911 erhielt Kollmorgen sein erstes Patent für Periskop-Optiken. In den Verweisen des Werks Building American Submarines, 1914 – 1940 von Weir und Allard stießen wir auf dieses Zitat: „Die große Nachfrage während des Krieges und der Mangel an qualifizierten Herstellern stellten ein dauerhaftes Problem dar.“ Im Wesentlichen verfügten nur Kollmorgen, Keuffel & Esser und Bausch & Lomb über die technische Kompetenz zum Bau von Periskop-Optiken. Die US Navy veranstaltete eine Ausschreibung für die Produktion von Periskopen für die Baureihen S-18 bis S-41. Bausch & Lomb beschloss, wegen Kapazitätsengpässen und anderen Verpflichtungen auf ein Gebot zu verzichten. Damit blieben nur Kollmorgen und Keuffel & Esser, die sich schließlich doch entschieden hatten, in den Periskop-Markt einzusteigen. „Keuffel & Esser boten zwar einen um 92.400 $ niedrigeren Preis als Kollmorgen, doch dieser produzierte Instrumente von viel höherer Qualität“, berichten Weir und Allard.

Damit beginnt die „Kollmorgen-Legende“.
Innovatives Design und hohe Qualität bilden die Grundlage der Philosophie von Kollmorgen. Schauen Sie jeden Monat bei uns vorbei, wenn wir weitere interessante Augenblicke aus den Geschichtsarchiven von Kollmorgen vorstellen.

U-Boot der K-Klasse

Erste U-Boot-Klasse, die das Periskop mit Vertikalverstellung und 1,2-facher Vergrößerung verwendete (Foto mit freundlicher Genehmigung des Department of the Navy – Naval Historical Center)

Über den Autor

Bob White

Bob White - Author
Bob arbeitet seit über 30 Jahren in einer Vielzahl von Positionen, einschließlich Applications Engineering, Product Marketing, Industry Marketing, Territory Management, Systems Engineering, Training und jetzt Digital Marketing bei Kollmorgen. Über ihn wurde nicht nur in etlichen Magazinen berichtet, er ist auch Mitgründer einer berühmten College Football Tradition: der Sousaphon Line Dance zu dem Song "Hokie Pokie". Er wurde in den vergangenen 30 Jahren bei jedem Virginia Tech Football-Spiel durchgeführt! 

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