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Neue Sicherheitsbestimmungen für Lebensmittel: Präventivkontrollen nehmen zu

27 Apr 2015
Andy Hansbrough, P.E.

Erwartungen an die Lebensmittelsicherheit

Verbraucher erwarten sichere Lebensmittel. Die Regierungsbehörden erwarten eine sichere Lieferkette – vom Anbau über die Verarbeitung und Verpackung bis hin zum Vertrieb. Wir alle arbeiten daran, die Erwartungen der Verbraucher zur Lebensmittelsicherheit konsequent zu erfüllen. An jedem Punkt der Lieferkette benötigen wir Kontrollen zur Verhinderung der Lebensmittelverfälschung oder -verunreinigung. Durch bessere Schutz-, Kontroll-, Reinigungs- und Hygienemethoden machen unsere modernen und weltweit expandierenden Lebensmittel- und Getränkeverarbeitungs- und Verpackungsindustrien schon seit langem große Fortschritte bei der Steigerung der Lebensmittelsicherheit.

Für eine sichere Lebensmittelversorgung

Schätzungen der amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Centers for Disease Control and Prevention - CDC) zufolge erkranken jährlich etwa 48 Millionen Amerikaner (ein Sechstel der Bevölkerung) an lebensmittelbedingten Krankheiten, und 3000 sterben daran. Auf ihrer Website FoodNet veröffentlichen die CDC Informationen zur Lebensmittelsicherheit. Neben anderen nützlichen Daten findet sich dort auch der Zwischenbericht zur Lebensmittelsicherheit (siehe Abbildung 1).

Zwischenbericht zur Lebensmittelsicherheit
Abbildung 1: FoodNet Zwischenbericht über sechs wichtige Krankheitserreger aus dem Jahr 2011
 
Was bringt die Zukunft für die Lebensmittelsicherheit

Um dieses erfolgreiche Konzept zur Förderung der Lebensmittelsicherheit zu erweitern, auszubauen und zu verbessern, erließ der amerikanische Kongress das Gesetz zur Modernisierung der Lebensmittelsicherheit (Food Safety Modernization Act, FSMA), das eine wichtige Änderung des Gesetzes über Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika (Food, Drug, and Cosmetic (FD&C) Act) darstellt. Das FSMA fordert eine Ausweitung der Lebensmittelsicherheitsmaßnahmen in Form präventiver Kontrollen. Die ersten zwei Vorschriften zu präventiven Kontrollen und Produkten wurden am 4. Januar 2013 für 120 Tage öffentlich ausgelegt. Die öffentliche Auslegung wurde bis zum 15. November 2013 verlängert. Einzelheiten hierzu finden Sie unter http://www.fda.gov/Food/GuidanceRegulation/FSMA/default.htm (englisch).

Die Vorschrift über präventive Kontrollen wird erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmen haben, die Lebensmittel und Getränke verarbeiten und verpacken. Diese präventiven Kontrollen müssen für Prozesse, Umgebungen und Lebensmittelallergene eingerichtet und geprüft werden, um sicherzustellen, dass Lebensmittel nicht verfälscht oder im Sinne des FD&C Act fehldeklariert werden.1 Lebensmittelhersteller müssen präventive Kontrollen in ihre Lebensmittelsicherheitspläne implementieren, in denen potenzielle Gefahren bewertet, die präventiven Kontrollen festgelegt, deren Ergebnisse überwacht, Protokolle geführt und Korrekturmaßnahmen bestimmt werden.

Die Produktvorschrift betrifft alle Obst- und Gemüsesorten, die üblicherweise roh oder unverarbeitet verzehrt werden. Sie bezieht sich auf Anbau, Ernte, Verpackung und Lagerung der Produkte sowie die möglichen Quellen mikrobiologischer Kontamination wie Wasser, Tiere, Hygienepraxis, Werkzeuge, Maschinen und Einrichtungen.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, bieten die folgenden Links einen guten Ausgangspunkt.

Mit diesem Link gelangen Sie zum Merkblatt über den Entwurf der FSMA-Vorschrift über präventive Kontrollen für Lebensmittel: http://www.fda.gov/Food/GuidanceRegulation/FSMA/ucm334115.htm# (englisch)

Mit diesem Link gelangen Sie zum Merkblatt über den Entwurf der FSMA-Vorschrift für Produkte: Normen für Anbau, Ernte, Verpackung und Lagerung von Erzeugnissen für den menschlichen Verzehr: http://www.fda.gov/Food/GuidanceRegulation/FSMA/ucm334114.htm (englisch)

 

1: Hintergrundinformationen zum FDA Food Safety Modernization Act (FSMA)", Food and Drug Administration, November 14, 2011 (englisch).

Über den Autor

Andy Hansbrough, P.E.

Andy Hansbrough, P.E.
Andy Hansbrough ist ein lizenzierter Professional Engineer und hat einen Bachelor of Science in Industrial and Systems Engineering sowie einen Master in Manufacturing Systems (Industrial) Engineering von der Virginia Tech.
Neben seiner langjährigen Erfahrung in hohen Positionen bei Kollmorgen, Thompson und Danaher hat Andy zu Fachzeitschriften rund um die Auswirkungen der Bewegungssteuerung auf Design und Bau von Verpackungs- und Verarbeitungsmaschinen beigetragen und ist auch ein aktives Mitglied in PMMI. Er hat umfangreiche Marktforschung für die Prozesse und Bedürfnisse der gesamten Wertschöpfungskette der Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie  durchgeführt.
Sie erreichen Andy hier: Andy Hansbrough

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