• Das Moore'sches Gesetz wurde lange für Fortschritte in technologie-basierten Branchen angewendet. Sowohl die Servo- als auch die Automatisierungstechnik profitieren von dem exponentiellen Fortschritt der Speicherkapazität und der Prozessorleistung sowie in letzter Zeit auch von der beeindruckenden Leistungssteigerung der Sensortechnik, die nicht durch einen entsprechenden Anstieg des Preises relativiert wird.

  • In meinem letzten Blogbeitrag schrieb ich über Steer-by-Wire in Autos. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, die mechanische Kraftübertragung zwischen Ihnen und dem Lenkrad, das Sie fest mit den Händen umklammern, abzuschaffen. Ersetzt wird sie durch Sensoren am Lenkrad, die einem Stellmotor mitteilen, auf welche Weise, mit wie viel Kraft und wie weit die Stellung der Räder geändert werden soll – je nachdem, wie weit und mit wie viel Krafteinsatz Sie das Lenkrad drehen. Sehen wir uns einmal an, wo sich dieses Konzept noch anwenden ließe. Angenommen, eine derartige Maschine steuert nicht die Räder eines Fahrzeugs, sondern eine chirurgische Nadel mit Faden. Oder eine Kamera. Oder ein Skalpell. Oder einen Stent. Oder alles auf einmal... Und alle Geräte befänden sich in Ihrem Körper.

  • Meine Blogartikel sollen in der Regel auf neue Ideen aufmerksam machen, die wir für zukunftsträchtig halten. Das Drive-by-Wire-Konzept allerdings hinkt hinter der industriellen Entwicklung hinterher: Die hier verwendete Technik, z. B. das elektronische Getriebe (oder auch das Cam-Profiling oder Camming), kommt in der industriellen Automatisierung bereits seit Jahren zum Einsatz.