Ein Lebensmittelrückruf in nächster Nähe

Februar 17, 2017, by Emily Blanchard

Normalerweise sind meine Blogs unbeschwert und sollen auf unterhaltsame Weise zum Denken anregen. Beim heutigen Blog bin ich jedoch dazu nicht in Stimmung.

 Petrischale Am 21. Februar wurde eine Rückrufaktion für einen Weichkäse aufgrund einer hohen Belastung mit Listeria monocytogenes bekannt gegeben. Die Produkte des Herstellers wurden in Virginia und Maryland zurückgerufen. Die traurige Wahrheit jedoch ist, dass es im Zusammenhang mit dieser Krankheit zu einem Todesfall gekommen ist. Hinzu kommt, dass die CDC das Alter der verstorbenen Person zwar nicht mitgeteilt hat, jedoch die Hälfte der gemeldeten Erkrankungen Neugeborene betraf.

Listeria monocytogenes kann von schwangeren Frauen sehr leicht auf den Fötus übertragen werden. Oft sind in diesen Fällen die Föten oder Neugeborenen krank, während die Mütter keinerlei Symptome aufweisen. Bei einer normalen, gesunden Person kann eine Infektion mit Listeria monocytogenes vollständig beschwerdefrei verlaufen oder sich wie eine schwere Erkältung oder Grippe anfühlen. Für Immungeschwächte wie Säuglinge kann sie jedoch tödlich sein.

Ich habe ein vier Monate altes Baby zuhause. Er ist unglaublich süß und lächelt einfach hinreißend. Als ich jedoch den Bericht las und erfuhr, dass eine große Menge des verdorbenen Produkts nach Virginia geliefert wurde, fragte ich mich, wie nahe wir vielleicht an einem Unglück vorbeigeschrammt sind. Ich habe diesen Käse am Freitag, dem 21. gekauft, dem Tag des Rückrufs. Ich habe ihn seit Jahren nicht mehr gekauft, aber am Freitag habe ich es getan. Ich habe mich heute Morgen (Montag, der 24. Februar) ein wenig belesen und erfahren, dass das Problem seit August 2013 besteht. Viele Erkrankungen traten im November auf. Mein Sohn wurde im Oktober geboren. Wir waren mittendrin und ich hatte keine Ahnung!

Ich habe heute ungewöhnlich viel Zeit damit verbracht, mir ein Bild von meinem Sohn anzusehen. Nicht speziell wegen dieses Vorfalls, doch es hat mich über das Vertrauen nachdenken lassen, dass wir in die Lebensmittelherstellung setzen. Der verdorbene Käse wurde nicht von irgendwoher importiert. Das ist in den USA in einer US-amerikanischen Fabrik passiert. Der Hersteller war dafür verantwortlich, die Sicherheit des Produkts für die Verbraucher zu gewährleisten. Ganz gleich, wie gut er das getan hat, es war nicht gut genug.

Und jetzt räumt dieses Unternehmen freiwillig alle seine Produkte aus den Regalen. Ich bin dafür dankbar. Doch ich bin auch Geschäftsfrau und es macht mich traurig, dass der Rückruf das Unternehmen und potenziell seine Mitarbeiter viel Geld kosten wird. Wenn das Werk schließen muss, um von Grund auf dekontaminiert zu werden, was geschieht in dieser Zeit mit den Mitarbeitern? Werden sie bezahlt oder müssen sie sich arbeitslos melden? Könnte dies das Unternehmen in den Ruin treiben?

Ich habe mir einen Blog angesehen, den wir vor einem Jahr veröffentlicht haben. Auf jeden gemeldeten Listerien-Fall kommen zwei nicht gemeldete Fälle. Das Problem mit dem Käse hat anscheinend um den August herum begonnen. Aufgrund der Diagnoseraten und der Schwierigkeit, Krankheitsausbrüche wie diesen zu erforschen, betrifft es uns immer noch – 6 Monate später. Aus dem alten Blog-Beitrag geht hervor, dass vermutlich mindestens 16 weitere Personen erkrankt sind.

Als Unternehmen weiß Kollmorgen, dass Rückrufe Zeit und Geld kosten und bei Verkaufsgesprächen mit unseren OEMs reden wir oft über diese Kosten. Die Wahrheit ist, dass wir darüber reden müssen. Welche Bauteile ein OEM oder Hersteller verwendet, hat Folgen für die breite Öffentlichkeit. Wenn Kollmorgen sich bei der Entwicklung einer neuen Produktlinie auch mit den Kunden der OEMs abstimmt, leisten wir in meinen Augen gute Arbeit. Und es ist gut für uns, um das Projekt zu durchdenken und die Washdown-Beständigkeit zu verbessern sowie hygienische Materialien und Produkte zu optimieren. Wir können zufrieden sein, weil unsere Arbeit ein Bedürfnis deckt.

Ich bin sehr stolz darauf, wie mein Unternehmen die Dinge angeht, und doch können wir noch mehr tun: weiter die Rückmeldungen der Endbenutzer umsetzen, weiter mit OEMs und Herstellern sprechen und weiter Lösungen entwickeln. Dass zahlreiche Faktoren zusammenkommen müssen, um einen solchen Krankheitsausbruch zu verursachen, beruhigt mich nicht. Ich habe immer noch eine Käsepackung zuhause, die ich entsorgen muss. Ich war mit meinem Sohn zu einer Zeit schwanger, in der diese Infektion umging, die Schwangere betraf. Ich lebe in einem Bundesstaat, in dem Listeria monocytogenes in unseren Lebensmittelläden nachgewiesen wurde. Und ich frage mich, was man noch tun kann. Denn auch wenn ich etwas von Verkaufsargumenten, Rückrufkosten und den Kosten zur Vermeidung von Rückrufen verstehe – ich bin auch Mutter. Ich bitte daher Kollmorgen, Hersteller, OEMs und andere Branchen, die an der Lebensmittelherstellung beteiligt sind, sich dieser Probleme anzunehmen. Sie betreffen nicht nur den Gewinn. Sie betreffen unsere Kinder, unsere Eltern, unsere Großeltern, unsere Kollegen und unsere Mitarbeiter. Denken Sie an uns.

comments powered by Disqus