10 Ansätze für hygienisches Design

Dezember 11, 2015, by Andy Hansbrough, P.E.

Um OEM-Maschinenhersteller bei der Entwicklung von hygienischen Lösungen für die Verpackung und Verarbeitung von Lebensmitteln zu unterstützen, veröffentlichte das American Meat Institute 2008 ein Merkblatt für das Design hygienischer Anlagen. Unser heutiger Blog-Beitrag betrachtet die vom AMI empfohlenen zehn Grundsätze für hygienisches Design sowie die wichtige Rolle, die die Auslegung von Automatisierungsplattform dabei spielt.

1) Auf mikrobiologischer Ebene reinigbar: Das bedeutet, dass Sie die Maschine wirklich richtig reinigen können müssen – bis hin zur mikrobiologischen Ebene. Die Maschinen so offen wie möglich zu konstruieren, vermeidet lästige Ecken und Winkel, in denen sich gerne Armeen von Mikroorganismen ansiedeln. Bei der Hochdruckreinigung müssen Sie leicht an alle Teile der Maschine herankommen. Stellen, an denen sich Bakterien verbergen können, müssen vermieden werden. Zum Antrieb der Maschinenmechanismen empfiehlt sich die Verwendung von Servomotoren mit IP69K-Einstufung – das macht Schutzgehäuse überflüssig, die die Maschine abschließen und den Angriff auf die Eindringlinge extrem erschweren können.

2) Kompatible Materialien: Stellen Sie sicher, dass die in der Maschine verwendeten Materialien nicht auf unerwünschte Weise miteinander reagieren. Edelstahl ist stets eine gute Wahl, da sich dieses Material mit einer Menge anderer Materialien, mit Wasser und sogar mit den meisten in Hochdruckreinigungs-Umgebungen verwendeten Chemikalien gut verträgt.

3) Zugänglichkeit für Inspektionen, Wartung, Reinigung und Hygiene: Wie bereits oben unter Punkt 1 erwähnt – je offener die Maschine konstruiert ist, umso sicherer gelingt es Ihnen, unerwünschte Dinge fernzuhalten. Wir haben viele Versuche gesehen, ungeschützte oder halbgeschützte Servomotoren in Maschinen zu verwenden, die mit Hochdruck gereinigt werden müssen. In solchen Fällen wird dann viel Energie in die Konstruktion spezieller Schutzgehäuse gesteckt, die die Maschine verschließen und gegen das Prinzip der offenen Konstruktion verstoßen.

4) Keine Produkt- oder Flüssigkeitsansammlung: Das Zauberwort heißt „rund“ – abgerundete Ecken und keine Vertiefungen, in denen sich Flüssigkeit ansammeln kann. Ein weiterer Aspekt, den Sie berücksichtigen sollten, sind Elemente der Maschine, die sich erhitzen und dann abkühlen. Wie Ihnen jeder Meteorologe sagen kann, führt dies zur Kondensation von Feuchtigkeit aus der Luft auf den Oberflächen. Gerundete Oberflächen sorgen dafür, dass das Kondensat gut von der Maschine abläuft.

5) Hohle Bereiche müssen hermetisch verschlossen sein:  Vermeiden Sie in der Maschine nach Möglichkeit hohle Rahmen oder Rollen.  Eine gut geschützte Servomotorkonstruktion, ordnungsgemäß versiegelt und belüftet, sorgt für ein einfaches Maschinendesign, das keine mechanischen Schutzvorrichtungen für den Motor erfordert.

6) Keine Nischen:  : Was ist überhaupt eine Nische?  Das Wort stammt vom mittelfranzösischen Verb nicher ab, was „nisten“ bedeutet. Also genau das, was man in einer Maschine zur Fleischverarbeitung nicht gebrauchen kann: ein Nest, in dem sich Bakterien ansiedeln und wachsen können. Halten Sie alles schön rund und vermeiden Sie scharfe Kanten, Ecken und Winkel, die das ideale Zuhause für einige üble Bakterien sein können. Ecken und Winkel sind im Englischen übrigens auch ein interessanter Begriff: Als „Nooks and Crannies“ wird eine Variante der Thomas' Original English Muffins verkauft.

7) Sicherer hygienischer Betrieb:  Wenn die Maschine läuft, muss sie auch dauerhaft unter guten hygienischen Bedingungen betrieben werden können. Zu einem großen Teil sind Sie hier schon mit der richtigen Auswahl der Materialien für Dichtungen und Lager auf der sicheren Seite. Alles, was unter Umständen das Bakterienwachstum begünstigen könnte, ist eine schlechte Idee.

8) Hygienisches Design der Wartungsgehäuse: Wie gesagt, ist es wichtig, die Maschine offen zu halten und möglichst alle Gehäusekonstruktionen zu vermeiden. Berücksichtigen Sie auch alle Benutzeroberflächen, Schalter, Griffe, Drucktasten und sonstigen Schnittstellen. Mit einem gut geschützten IP69K-Servomotor werden schon viele Abdeckungen und Gehäuse unnötig. Achten Sie auch auf versiegelte HMI-Bildschirme oder Touchscreens, die in Winkeln angebracht werden sollten, die das Ablaufen von Flüssigkeiten erleichtern.

9) Hygienekompatibilität mit anderen Anlagen: Achten Sie darauf, dass alle Systeme gut zusammenpassen: Elektrik, Hydraulik, Pneumatik usw.

10) Validierung von Reinigungs- und Desinfektionsprotokolle:  Es ist stets eine gute Idee, die Prozesse zu dokumentieren und die Tatsache zu validieren, dass sie den gewünschten Zweck erfüllen. Achten Sie darauf, dass die für die Reinigung und Desinfektion verwendeten Chemikalien für alle Maschinenoberflächen geeignet sind. Eine bewährte IP69K-Servomotorlösung aus Edelstahl gibt Ihnen die Sicherheit, dass der Antriebsteil Ihrer Maschine abgedeckt ist.

Hier können Sie das AMI Fact Sheet herunterladen.

Konstruieren Sie eine Maschine, die strenge Hygienespezifikationen erfordert?  Schildern Sie uns in den Kommentaren Ihren Washdown-Albtraum und lassen Sie uns sehen, ob wir auch Ihnen eine Lösung anbieten können.
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